Konsortium

Am Verbundprojekt HDC sind folgende Partner und assoziierte Partner aus dem IT- und dem Wissenschaftsbereich beteiligt:

Konsortialleitung

Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen

Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) ist eine gemeinsame Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen und der Max-Planck-Gesellschaft. Sie ist das Hochschulrechenzentrum der Georg-August-Universität und das Rechen- und IT-Kompetenzzentrum der Max-Planck-Gesellschaft, wo sie auch dezidiert für die Langzeitarchivierung verantwortlich ist. Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung eScience der GWDG ist die Angewandte Informatik. Die GWDG berät die von ihr betreuten Institute bei allen Fragen der wissenschaftlichen Datenverarbeitung. Zu den verschiedensten Fragen der Langzeitarchivierung bringt die GWDG langjährige Erfahrungen aus Projekten wie kopal, nestor, DP4lib, TextGrid und KoLaWiss in das Projekt ein.

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (ADWG) ist die älteste durchgehend bestehende deutsche Wissenschaftsakademie. Sie ist Trägerin von mehr als fünfundzwanzig langfristig angelegten geisteswissenschaftlichen Forschungsvorhaben im Rahmen des Akademienprogramms und betreut mit „Johann Friedrich Blumenbach-online“ oder „Gelehrte Journale und Zeitungen als Netzwerke des Wissens im Zeitalter der Aufklärung“ Forschungsprojekte, die international als wegweisend für die Entwicklung von Online-Datenbanken in den Geisteswissenschaften gelten. Der akademieeigene Dokumentenserver res doctae bietet allen Mitgliedern der Akademie sowie den Angehörigen ihrer wissenschaftlichen Kommissionen und Projekte die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen zur elektronischen Publikation wissenschaftlicher Dokumente. Durch die Betreuung von verschiedenen geisteswissenschaftlichen Langzeitprojekten und die frühzeitige Weichenstellung für die Digitalisierung in den Geisteswissenschaften verfügt die Göttinger Akademie über umfangreiche fachwissenschaftliche Expertise hinsichtlich der Anforderungen an ein geisteswissenschaftliches Datenzentrum.

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ist die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Region Berlin-Brandenburg. Sie ist Trägerin von rund dreißig Forschungsvorhaben im Akademienprogramm und beteiligt sich mit der Abteilung TELOTA (The electronic life of the Academy) aktiv an der Digital Humanities-Forschung. TELOTA berät und unterstützt die geisteswissenschaftlichen Forschungsvorhaben der BBAW in allen digitalen Fragen. Hieraus resultiert eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Werkzeugen für die digitale Erarbeitung, Dokumentation, Präsentation und Archivierung von Forschungsergebnissen. Des Weiteren ist die BBAW Verbundpartner von nationalen digitalen Infrastrukturprojekten wie DARIAH-DE und CLARIN.

Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften

Das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften (MPI MMG) widmet sich der multidisziplinären Erforschung von Vielfalt in historischen und modernen Gesellschaften insbesondere im Hinblick auf ethnische und religiöse Prozesse und Dynamiken. Das MPI MMG entwickelt zum Beispiel im Rahmen des Projekts GLOBALDIVERCITIES webbasierte Verfahren und Applikationen und hat sich zum Ziel gesetzt, die innerhalb der Projekte entstehenden Forschungsdaten, wie Text-, Video- und Audiodaten, langfristig zu sichern und zur weiteren Verfügung zu stellen.

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) zählt zu den größten wissenschaftlichen Universitätsbibliotheken Deutschlands und ist ein anerkanntes Kompetenzzentrum für die Digitale Bibliothek. Die SUB hat eine der größten Abteilungen für „Forschung und Entwicklung“ unter Deutschlands Bibliotheken und wirkt dadurch konstruktiv an der Neupositionierung der wissenschaftlichen Bibliotheken in der sich stark verändernden Informations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts mit. Die SUB verfügt über langjährige Erfahrungen in den digitalen Geisteswissenschaften aus Projekten zur Langzeitarchivierung digitaler Objekte und Forschungsdaten sowie im Aufbau Virtueller Forschungsumgebungen und Infrastrukturprojekten wie zum Beispiel DARIAH-DE.

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik

Das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Berlin mit dem Forschungsschwerpunkt anwendungsorientierte Mathematik und Informatik.

Das ZIB betreibt seit 2002 einen der zwei Knoten des Norddeutschen Hochleistungs-Rechnerverbundes und verfügt über langjährige Expertise in der digitalen Langzeitarchivierung von Forschungsdaten auf Bitstream-Ebene. Auf Grundlage dieser Infrastruktur entwickeln die Abteilungen Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) und Servicestelle Digitalisierung (digiS) gemeinsam Lösungen für die Datenerschließung, die Datenanalyse und den Datenzugriff, für die Online-Präsentation und für die technische und semantische Langzeitverfügbarkeit von digitalen Kulturobjekten.

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (assoziierter Partner)

Im Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPI WG) werden wissenschaftliches Denken und Handeln als historische Phänomene analysiert und Quellen der Wissenschaftsgeschichte online verfügbar gemacht. Das MPI WG ist Mitinitiator der Forschungsinfrastrukturinitiative ECHO (European Cultural Heritage Online). Im Rahmen von ECHO werden Workflows für die Digitalisierung des kulturellen Erbes und Werkzeuge zur Nachnutzung durch die Forschung entwickelt. Wichtigstes Charakteristikum der ECHO-Initiative ist der freie Zugang zu allen bereitgestellten Materialien (Open Access).

Förderer

Das Projekt Humanities Data Centre wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert.